Wir realisierten den Einbau eines Innenkolumbariums innerhalb der bestehenden Aussegnungshalle in 2 ursprünglichen Aufbahrungsräumen am Waldfriedhof in Senden. Der Entwurf konzentriert sich auf den Gedanken des in sich kehren und Ruhe finden. Bewusst Erinnerungen abrufen und zulassen. Ein Raum der Behaglichkeit und Intimität vermittelt, sich dennoch nicht eng anfühlt und ein gewisse Großzügigkeit nicht missen lässt. So entstand ein reduzierter Raum, der sich im Grunde auf drei Materialien (Travertin, europäisches Nussbaumholz & Licht) beschränkt. Die Urnenwand ist umlaufend an der Wand angeordnet. Den Mittelpunkt bildet ein runder Tisch, eine Art Altar. Ergänzt wird der Raum mit zwei Sitzmöbeln mit integriertem Kerzentisch. Die runde Decke, die wie ein Segel im Raum hängt, fängt sowohl das natürliche Licht, das über die Oberlichter einfällt, als auch das Kunstlicht über der Urnenwand. Ein Raum, der bewusstes Erinnern und Trauern in einer warmen, fassenden Atmosphäre möglich macht.
Das Areal um den Blautopf wird umfassend saniert. Den Zuschlag hierfür erhielten wir als Sieger eines Realisierungs- und Ideenwettbewerb, den wir in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsarchitekturbüro Silands erarbeitet hatten. Wir realisieren die Sanierung zweier Gebäude, die direkt an das Staubecken des Blautopfs angrenzen und ergänzen einen Neubau. Dabei entsteht ein neuer Platz, der zukünftig als Auftakt zum Rundweg um den Blautopf dienen wird. Die zu sanierenden Gebäude werden behutsam weiterentwickelt und nehmen zukünftig eine Gastronomie und einen Gewerbeeinheit im Erdgeschoss auf. Der Neubau entwickelt sich aus Motiven der Landschaft und den Hangsicherungswänden rund um den Blautopf und nimmt hauptsächlich die neuen öffentlichen Toiletten auf.
www.blautopf-sanierung.de
Albert Einstein wurde 1879 in Ulm geboren. Sein 125. Geburtstag war Anlass einer umfassenden Schau über Leben und Werk des Physikers. Die Ausstellung wurde in Kooperation mit dem Historischen Museum Bern und der Universität Tübingen, die Computersimulationen zur Visualisierung der Relativitätstheorie beisteuerte, erarbeitet. Die wichtigsten Lebensstationen Einsteins konnten von den Besuchern anhand von inselartigen Installationen nachvollzogen werden. In die farbigen „Inseln“ waren Exponate zur Lebensgeschichte Einstein eingelassen – teilweise lichtgeschützt durch bewegliche Klappen, die den Besucher zur Interaktion einluden. Hörstationen konfrontierten den Betrachter mit Einsteins Persönlichkeit. Jeder „Insel“ war eine „Umgebung“ zugeordnet, in der Exponate zur Zeitgeschichte, vom Kaiserreich über Krieg und Revolution bis zur Emigration zu sehen waren. Die Computersimulationen waren in einem abgedunkelten Einbau untergebracht.
Wissenschaftliche Bearbeitung: Dr. Anne Schmidt Ausstellungsdesign und Realisierung: Dr. Max Stemshorn und Team
Grafik: Braun Engels Gestaltung, Ulm
Der Ulmer Einsatzgruppenprozess war eine Zäsur im Umgang mit dem Nationalsozialismus. Nach Jahren des Verschweigens und Verdrängens wurden die NS-Verbrechen erstmals wieder ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Die Medien berichteten ausführlich, das Interesse der Öffentlichkeit war groß. Die Ausstellung dokumentierte eindrücklich die umfangreichen Ermittlungen, mit denen Staatsanwälte und Kriminalbeamte die Massenerschießungen im litauischen Grenzgebiet von 1941 aufklärten.
Wissenschaftliche Bearbeitung: Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Stuttgart, in Zusammenarbeit mit dem Haus der Stadtgeschichte Ulm
Ausstellungsdesign und Realisierung: Dr. Max Stemshorn und Team
Grafik: Lahaye design, Ulm
Ausstellung zum 200. Jahrestag des gescheiterten Flugversuchs des Ulmer Schneidermeisters Albrecht Ludwig Berblinger über die Donau.
Anknüpfend an die Pionierleistung Albrecht Ludwig Berblingers und des von ihm genutzten Gleitflugprinzips wurden in der Ausstellung die Entwicklungen im Bereich der Luftfahrt skizziert, dahinter liegende physikalische Phänomene begreifbar und anschaulich gemacht sowie Fragen der Zukunft individueller Mobilität nachgegangen.
Ausstellungsdesign und Realisierung: Dr. Max Stemshorn und Hans Poll Grafik: lahaye tiedemann gestalten, Ulm
Trocken oder nass?
100 Jahre Ulmer Schifferverein
Am 31. August 1922 wurde von Nachkommen von Ulmer Schifferfamilien der Ulmer Schifferverein
gegründet. Die Gesellschaft ist eine direkte Nachfolgeorganisation der traditionsreichen Ulmer Schifferzunft, die bis in das Mittelalter zurückreicht und den Handel und Verkehr auf der Donau unterhielt. Der Schifferverein kümmert sich um die ideelle Erhaltung und Weitergabe der Zunfttraditionen sowie um die Ausrichtung des Ulmer Fischerstechens, das seit 1545 urkundlich nachweisbar ist.
Die Ausstellung im Haus der Stadtgeschichte Ulm befasste sich mit der Geschichte der Ulmer Schifferzunft und des Schiffervereins sowie des Fischerstechens. Zu sehen waren neben Grafiken und Fotos einzigartige Dokumente, Bilder und Objekte aus Privatbesitz, Archiven und Museen.
Ausstellungsdesign und Realisierung: Dr. Max Stemshorn, Johannes Sessing, Issam Khmir, Marianne Hollenstein Grafik: Lioba Geggerle, Neu-Ulm
Leider sind momentan alle Stellen in unserem Büro besetzt.
Sie können uns dennoch gerne ihre Initiativbewerbung zukommen lassen.
Architekt*in / Planer*in mit Berufserfahrung
Absolvent*in Studiengang Architektur
Die Tätigkeit umfasst die Möglichkeit, in allen Leistungsphasen der HOAI Erfahrungen zu machen.
Wir bieten:
- interessante und vielseitige Projekte
- eine kollegiale und strukturierte Arbeitsatmosphäre mit Bürostandort im Ulmer Zentrum
- ein faires Lohn- und flexibles Arbeitsstundenmanagement
- bezahlte Weiterbildungen sowie gemeinsame Exkursionen
Wir wünschen:
- ein abgeschlossenes Studium der Architektur
- ein gutes gestalterisches Verständnis und strukturiertes Arbeiten
- Motivation und Engagement für unser Team
- einen sicheren Umgang mit Graphisoft ARCHICAD und Office-Programmen
- gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift
Bitte richten Sie Ihre Bewerbungsunterlagen mit Lebenslauf, aussagekräftigen Arbeitsproben und Gehaltsvorstellung an m.stemshorn@stemshorn-kopp.de
Fragen beantwortet Ihnen sehr gerne Herr Max Stemshorn.
Die Planung des Neubaus ist das Ergebnis eines Architektenwettbewerbs, den wir gewonnen hatten. Auf dem prominenten Grundstück entstehen großzügige Flächen für Gastronomie im Erdgeschoss, Büroräumlichkeiten im ersten Obergeschoss und rund 20 Wohneinheiten. Das Gebäude zeigt sich zurückhaltend mit traditionell verputzten Lochfassaden über einem kräftigen Sockel. Durch eine Übereck-Verglasung, die sich aus der regelmäßigen Reihung großzügiger Fensteröffnungen entwickelt, setzt es einen stadträumlichen Akzent an der wichtigen Ecke Petrusplatz – Marienstraße – Augsburger Straße.
https://www.regio-tv.de/mediathek/video/neubau-am-petrusplatz-wird-von-sparkasse-realisiert/
Das in den frühen 1980er Jahren in den Ruinen der ehemaligen Dreifaltigkeitskirche (1617-21) eingebaute evangelische Haus der Begegnung war in die Jahre gekommen. Teile der Haustechnik und ein Großteil aller Oberflächen mussten erneuert werden. Darüber hinaus wurden durch kleinere räumliche Maßnahmen Verbesserungen in der Funktionalität und in der barrierefreien Erreichbarkeit erzielt. Trotz sehr beschränkter Finanzmittel entstanden im Innern beeindruckende Räume. Ein Höhepunkt ist die wieder freigelegte Kapelle von 1305 oder die Verglasung des ehemaligen Hauptportals der Kirche.
Die Planung des Neubaus ist das Ergebnis eines
Architektenwettbewerbs, den wir gewonnen hatten. Um einen Innenhof gruppieren
sich knapp 30 Wohnungen. Im Erdgeschoss ist eine gastronomische Nutzung sowie
ein Bürgersaal vorgesehen. Die Fassaden greifen Motive benachbarter Gründerzeitbauten auf, wodurch sich die
Architektur trotz der beachtlichen Baumasse harmonisch in das Stadtquartier
einfügt.
Das extrem schmale und aus dem 15. Jahrhundert stammende
denkmalgeschützte Bürgerhaus wurde von uns nach über 10 Jahren Leerstand wieder
zum Leben erweckt. Das Gebäude wies schwere statische Mängel im Keller und Erdgeschoss
auf. Durch die notwendige Sicherung konnte das Erdgeschoss auf das Straßenniveau
abgesenkt werden. Damit entstand ein großzügiger Erdgeschossraum als Laden. Die
Obergeschosse werden über einen separaten Eingang erschlossen. Im ersten Obergeschoss
findet sich eine kleine, durchdachte Wohnung. Im zweiten Obergeschoss und
Dachgeschoss realisierten wir eine Maisonette-Wohnung, die mit einem
großzügigen Dachraum mit anschließender Loggia eine besondere Qualität hat.
Anstelle von Baracken und Nebengebäuden der ehemaligen Kofferfabrik
„Eckhart“ wurde eine neue Wohn- und Bürobebauung entwickelt. Die städtebauliche
Konzeption sah die Ergänzung einer älteren Grenzbebauung im Hof vor sowie als
Abschluss der vorhandenen Blockrandbebauung einen schlanken 7-geschossigen
Wohnturm. Dadruch erhielt der Blockinnenbereich plötzlich eine visuelle und
räumliche Verbindung zu den baumbestandenen Uferzonen der Blau. In
unmittelbarer Nähe zum Bahnhof und direkt am Wasser der Blau ist eine elegante
Wohnarchitektur entstanden, die in ihren Formen an der italienischen Moderne
der 1930er Jahre anknüpft. Möglich wurde dies durch ein anspruchsvolles
städtebauliches Verfahren verbunden mit einer Grundstücksneuordnung.
Das Vorhaben Walfischgasse 20 liegt im
Sanierungsgebiet „Wengenviertel“ und ist Teil des Häuserblocks um das
„Irrgängle“ herum. Das bestehende Wohn- und Geschäftshaus wurde 1960 erbaut und
in den letzten Jahren nur geringfügig saniert. Aufgrund schlechter Bausubstanz,
statischer Schwierigkeiten und unattraktiver Grundrisse ist das Gebäude nur
bedingt erhaltenswert. Erschwert wird die Weiterentwicklung des Bestandsbaus
zusätzlich durch die besondere stadträumliche Situation mit schmalem und tiefem
Grundstück zwischen der Walfischgasse und dem Irrgängle.
Ziel des Vorhabens war es, auf dem Grundstück ein
neues Wohn- und Geschäftshaus mit fünf Vollgeschossen zu errichten, wobei das
oberste Vollgeschoss als Dachgeschoss in Erscheinung tritt. Hierdurch soll
zusätzlicher, attraktiver Wohnraum geschaffen und durch ergänzende Gewerbeflächen
die Einzelhandels- und Dienstleistungsnutzungen im Quartier gestärkt werden. Zudem
verfolgt das Vorhaben das Ziel mittels der neuen Außenwirkung des Gebäudes
einen Beitrag zur Aufwertung des Stadtbildes innerhalb des Wengenviertels zu
leisten.
Der von uns geplante Baukörper wird giebelständig
zur südlich angrenzenden Walfischgasse sowie zum nördlich anschließenden
Irrgängle stehen und ich sich mit einheitlicher Firsthöhe über das gesamte
Grundstück erstrecken. Somit bekommt der neue Baukörper zwei Vorderseiten.
Hierdurch reagiert das Vorhaben auf die angestrebte Weiterentwicklung des
Irrgängles zum Quartiersplatz.
Das angestrebte Vorhaben konnte mit den bestehenden
Festsetzungen des bestehenden einfachen Bebauungsplans aus dem Jahr 1953 nicht
realisiert werden. Zur planungsrechtlichen Sicherung des Vorhabens wurde
deshalb von uns ein vorhabenbezogener Bebauungsplan im Sinne von § 12 Abs. 2
BauGB erstellt. Das Bebauungsplanverfahren wurde gemäß § 13a BauGB als
Bebauungsplan der Innenentwicklung durchgeführt.
Im Zusammenhang mit dem Bebauungsplan wurde von
uns eine Beschattungsstudie erstellt, die die durch den neuen Baukörper zu
erwartende zusätzliche Verschattung der umliegenden Gebäude prognostiziert.
Alle Unterlagen des rechtskräftigen Bebauungsplans
finden Sie unter: https://www.ulm.de/leben-in-ulm/bauen-und-wohnen/rund-ums-bauen/bebauungsplan/rechtsverbindliche-bebauungsplaene
Die „Untere Halde“ liegt exponiert am östlichen
Siedlungsrand der Stadt Erbach in unmittelbarer Nähe zur Bundesstraße B 311 und
den dahinterliegenden Gleisanlagen. Gegenwärtig ist das Plangebiet geprägt durch
ungenutzte und baulich heruntergekommene Gewerbebauten an der Stichstraße
„Untere Halde“ sowie östlich angrenzende Wiesen und Felder. Die Fläche ist
mittels eigener Zufahrt in den angrenzenden Kreisverkehr an die Bundesstraße
und das umliegende Straßennetz angebunden.
Die derzeitige Nutzung und das aktuelle
Erscheinungsbild des Plangebietes wird der besonderen stadträumlichen Situation
als Eingang der Stadt Erbach nicht gerecht und stellt ein enormes
Flächenpotential für die lokale Wohnraumentwicklung dar. Unser Planungsziel ist
es daher trotz der unmittelbaren Nähe zu den Verkehrsanlagen ein attraktives
Wohnquartier zu realisieren sowie eine neue städtebauliche Eingangssituation
für die Stadt Erbach zu entwickeln.
Das städtebauliche Konzept legt neben einer
lärmschutzoptimierten Wohnbebauung entlang der Bundesstraße in Form von
Mehrfamilienhäusern sowie dahinterliegenden lärmgeschützten Einfamilienhäusern
großen Wert auf eine großzügige Eingrünung des neuen Quartiers.
Die Mehrfamilienhäuser sind mit drei
Vollgeschossen, einem Staffelgeschoss und Flachdächern geplant. Zwischen den 7
Mehrfamilienhäusern sind gläserne Lärmschutzelemente vorgesehen, die dafür
Sorge tragen, dass trotz der Verlärmung der südlich verlaufenden Bundesstraße
und der dahinterliegenden Gleisanlagen eine Wohnnutzung möglich ist. Unter den
Mehrfamilienhäusern sind zwei Tiefgaragen vorgesehen. Die privaten Freiräume
der Mehrfamilienhäuser konzentrieren sich vor allem auf die lärmgeschützten
Wohnhöfe zwischen den Mehrfamilienhäusern hinter den Lärmschutzelementen.
Die Einfamilienhäuser sind mit zwei
Vollgeschossen sowie Satteldächern geplant. Zwischen den Gebäuden sind
Doppelgaragen vorgesehen, die die hinter den Garagen liegenden Gartenflächen
zusätzlich vor der Verlärmung schützen sollen.
Die Wirkung des beschriebenen Lärmschutzkonzeptes
wurde überschlägig geprüft und als wirksam bewertet. Die Begutachtung zeigt zudem auf, dass die Lärmschutzmaßnahmen
über das Plangebiet hinaus positive Wirkung auf den umgebenden Siedlungsbestand
haben wird.
Entsprechend der besonderen stadträumlichen und
landschaftlichen Lage des Plangebietes legt das städtebauliche Konzept großen
Wert auf eine großflächige Eingrünung des neuen Quartiers. So ist unter anderem
die Fortführung der bereits bestehenden Baumreihe sowie eine attraktive
Freiflächengestaltung und Geländemodellierung entlang der Bundesstraße geplant.
Aufbauend auf dem von uns ausgearbeiteten
städtebaulichen Entwurf sind wir derzeit dabei einen Bebauungsplan für das
Plangebiet zu erstellen und, in Abstimmung mit dem Vorhabenträger und der Stadt
Erbach, das Projekt zu steuern.
Auf einem kleinen Grundstück im Ulmer Sanierungsgebiet
„Dichterviertel“ westlich des Hauptbahnhofs wurde ein sechsgeschossiges Wohn-
und Geschäftshaus mit Tiefgarage entwickelt. Dieses setzt einen neuen Maßstab
für die bauliche Entwicklung des umliegenden Innenstadtquartiers.
Fenster und Wandpfeiler sind zu kraftvollen Fassadenbändern
zusammengefasst, die aus der seriellen Addition heraus über das spitze
Gebäudeeck eine Motivik entwickeln, die entfernt an gründerzeitliche
Erkerarchitektur erinnert. Das Erdgeschoss des Neubaus beherbergt eine
gastronomische Nutzung. In den darüber liegenden Geschossen befinden sich neun
Wohneinheiten mit jeweils drei Zimmern.
Das Grundstück an der Bleichstraße war ehemals mit einem
eingeschossigen und gewerblich genutzten Gebäude überbaut. Der neuentstandene
Baukörper greift die umgebende Kubatur auf, reiht sich in die Straßenflucht ein
und komplettiert den angrenzenden Blockrand.
Baurechtlich ermöglicht wurde das Bauwerk durch einen von uns
ausgearbeiteten vorhabenbezogenen Bebauungsplan, der auf die Architektur dieses
Gebäudes zugeschnitten war.
Ein Haus in einer eher traditionellen italienisch anmutenden Formensprache – das war der Wunsch der Grundstückseigentümer. Die Wohnräume befinden sich in dem zweigeschossigen Hauptgebäude, die angegliederten Büroräume liegen in einem eingeschossigen Anbau, der das Hauptgebäude umgreift und in einer offenen Vorhalle mündet. Entstanden ist eine elegante Villa, die in Ihren Fassaden und Kolonnaden an repräsentative Wohnbauten der Vormoderne um 1910 erinnert.
Im Zuge der Elektrosanierung des Münsters zu Ulm wurden die bestehenden Werktagseingänge der Westfassade neu gestaltet. In der nördlichen Vorhalle der Kirche wurden Teile eines neogotischen Windfangs zu einem freistehenden Eingangspavillon mit seitlichen Glaserweiterungen umgestaltet.
Von hier aus erfolgt jetzt der Turmaufstieg.
Der bisherige ebenfalls neogotische Eingang in der südlichen Vorhalle wurde zu einem kirchlichen Laden umgestaltet.
Abschnitt 2009
2009 haben wir im Auftrag der Stadt Ulm eine Bewerbung für eine Landesgartenschau rund um die Ulmer Wilhelmsburg ausgearbeitet. Ziel der Bewerbung war es mittels einer Landesgartenschau die Flächen der Wilhelmsburg und die unmittelbar angrenzenden Grünräume neu zu ordnen, zu erschließen und aufzuwerten.
Das Konzept sah vor, die Wall- und Glacisanlagen um die Wilhelmsburg zu hochwertigen Grünflächen zu entwickeln und diese an die entlang der früheren Festungsmauer verlaufenden Flächen des Glacisparks sowie die westlich und östlich an die Wilhelmsburg angrenzenden Landschaftsräume anzubinden. Zudem sollte die Wilhelmsburg neu erschlossen und einer ihrer topographischen und architektonischen Bedeutung angemessenen Nutzung zugeführt werden.
Link zum Beschluss (GD 173/09)
http://www.buergerinfo.ulm.de/vo0050.php?__kvonr=808&voselect=3783
Abschnitt 2014
Da die Bewerbung für eine Landesgartenschau nicht erfolgreich war, haben
wir 2014 für die Stadt Ulm ein zweites Konzept „Wilhelmsburg – die
Stadt in der Festung“ ausgearbeitet. Dieses Konzept war Teil des
erfolgreichen Antrags der Stadt Ulm zum Bundesprogramm zur Förderung von
„Nationalen Projekten des Städtebaus“.
Das Konzept führt die Entwicklungsvision für die Wilhelmsburg fort,
wobei der Fokus auf die gebauten, bisher ungenutzten Nutzungspotenziale
der Wilhelmsburg gerückt wird.
Ziel des Konzeptes ist es die Wilhelmsburg als Ulmer Schnittstelle
zwischen Kultur, Kreativwirtschaft sowie Forschung und Entwicklung zu
etablieren. Entscheidend hierfür ist die Herstellung einer
leistungsfähigen verkehrlichen und haustechnischen Erschließung. Die
Verknüpfung der Grünräume rund um die Wilhelmsburg mit den angrenzenden
Landschaftsräumen birgt ungeahnte städtebauliche und ökologische
Potenziale.
Link zum Beschluss (GD 361/14)
http://buergerinfo.ulm.de/vo0050.php?__kvonr=3552&voselect=6806
Das von uns erarbeitete städtebauliche
Entwicklungskonzept für den Einsinger Ortskern setzt sich mit der
ortsbildgerechten Weiterentwicklung der zahlreichen landwirtschaftlichen
Hofstellen und deren Grundstücken auseinander. Die Gebäude sind größtenteils in
einem sanierungsbedürftigen Zustand, untergenutzt oder leerstehend.
Ziel unseres Konzeptes ist es durch eine
Aufwertung des öffentlichen Raums und durch eine höhere bauliche Dichte in
Kombination mit neuen Wohnflächen und ergänzenden Nutzungen wieder mehr
Bewohner, mehr Besucher und durch deren Begegnung mehr Leben in den Ortskern zu
bringen. Es gilt den Ortskern aus sich heraus weiter zu entwickeln und wieder
stärker in die gesamte Ortschaft mit einzubinden. Bei allen angestrebten
Entwicklungen und geplanten Maßnahmen wurde besonders darauf Acht gegeben, dass
die ursprüngliche Struktur und die ortsbildprägende Bebauung erhalten und
weiterentwickelt werden.
Im Rahmen der Ausarbeitung des
Ortkernentwicklungskonzeptes wurde ein Bürgerdialog mit den Bewohnern
Einsingens durchgeführt und die äußerst konstruktiven Ergebnisse anschließend
in das Entwicklungskonzept mit eingearbeitet.
Die aus dem 17. Jahrhundert stammenden Häuser der Ulmer Stadtsoldaten auf der Stadtmauer am Henkersgraben wurden nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg teilweise in den Formen der 1950er Jahre wieder aufgebaut. Einige Grundstücke, darunter das Baugrundstück, waren so schmal, dass sie nicht wieder bebaut wurden.
Für den nur vier Meter breiten Geländestreifen wurde ein 22 Meter langes Wohnhaus konzipiert. Der schlanke Kubus orientiert sich in seiner Höhe an einem angrenzenden historischen Torbogen. Über dem durch vertikale Schlitze belichteten anthrazitgrauen Riegel schwebt, abgelöst durch ein Glasband, das von der Denkmalpflege geforderte Giebeldach.
Der Dachraum, der einen allseits verglasten Wohn-Essraum birgt, öffnet sich auf eine uneinsehbare Dachterrasse. Die Schlafräume liegen im Geschoss darunter und öffnen sich über eine Galerie zu der fast vier Meter hohen Eingangshalle.
Älter als das Ulmer Münster ist die ehemalige Dreikönigskirche aus dem Jahr 1352. Um 1600 wurde die ehemalige Grablege der bedeutenden Ulmer Familie von Krafft in Formen der Spätrenaissance prachtvoll umgestaltet, um 1800 dann säkularisiert, und als Wohngebäude und Kaffeehaus genutzt. Nach Umbau und Sanierung dieses bedeutenden Kulturdenkmals ist die ehemals kirchliche Nutzung wieder spürbar. Der Chorturm und Reste des Hauptturms sind wieder sichtbar, der Chorraum mit freigelegten Resten von gotischen Maßwerkfensternwieder räumlich erfahrbar. Im Zuge der Sanierung wurde deutlich, dass ein großer Teil des Baus zu einer bisher unbekannten vor 1169 erbauten romanischen Kapelle gehört. Damit ist das Gebäude Frauenstraße 30 wohl das älteste Gebäude der Stadt Ulm.