Henkersgraben 11
2002 – 2003
Ulm

Die aus dem 17. Jahrhundert stammenden Häuser der Ulmer Stadtsoldaten auf der Stadtmauer am Henkersgraben wurden nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg teilweise in den Formen der Fünfziger Jahre wieder aufgebaut. Einige Grundstücke waren so schmal, dass sie nicht wieder bebaut wurden.

Für den nur vier Meter breiten Geländestreifen wurde ein 22 Meter langes Wohnhaus konzipiert. Der schlanke Kubus orientiert sich in seiner Höhe an einem angrenzenden historischen Torbogen.

Über dem durch vertikale Schlitze belichteten anthrazitgrauen Riegel schwebt, abgelöst durch ein Glasband, das von der Denkmalpflege geforderte Giebeldach.

Der Dachraum, der einen allseits verglasten Wohn-/Essraum birgt, öffnet sich auf eine uneinsehbare Dachterrasse. Die Schlafräume liegen im Geschoss darunter, das sich über eine Galerie zu der fast vier Meter hohen Eingangshalle öffnet.