Das 1605 errichtete Gebäude steht unter Denkmalschutz. Das Dachtragwerk weißt erhebliche Schäden auf und muss denkmalgerecht saniert werden. Darüber hinaus wird die Haustechnik und der Brandschutz ertüchtigt.

Das in den frühen 1980er Jahren in den Ruinen der ehemaligen Dreifaltigkeitskirche eingebaute evangelische Haus der Begegnung ist in die Jahre gekommen. Teile der Haustechnik und ein Großteil aller Oberflächen müssen erneuert werden. Darüber werden durch kleinere räumliche Maßnahmen Verbesserungen in der Funktionalität und in der barrierefreien Erreichbarkeit der Innenräume erzielt.

Die Planung des Neubaus ist das Ergebnis eines Architektenwettbewerbs, den wir gewonnen hatten. Um einen Innenhof gruppieren sich knapp 30 Wohnungen. Im Erdgeschoss ist eine gastronomische Nutzung sowie ein Bürgersaal vorgesehen. Die Fassaden greifen Motive benachbarter  Gründerzeitbauten auf, wodurch sich die Architektur trotz der beachtlichen Baumasse harmonisch in das Stadtquartier einfügt.

Max Stemshorn (Hg.)

Die Inszenierung der Freizeit. Die künstliche Welt der Freizeitparks und Ferienparadiese.

Beiträge von Gert Kähler, Max Stemshorn und Peter Zellmann

Süddeutsche Verlagsgesellschaft, Ulm 2000

Der Boom der künstlichen Freizeit- und Ferienparadiese stößt in der kulturell ambitionierten Öffentlichkeit und in den einschlägigen Kunst- und Architekturmedien bisher auf geringe Resonanz. Wenn überhaupt, beklagen Kritiker das Artifizielle, Kommerzielle und nicht zuletzt die negativen Auswirkungen dieser Freizeiteinrichtungen auf die Entwicklung unserer Städte und Landschaften. Auf der anderen Seite verhalfen die Freizeitaktivitäten und kommerziellen Events der Vergangenheit unseren Städten zu großzügigen Parkanlagen und touristischen Attraktionen. Was wäre Wien ohne Prater und Riesenrad, was Paris ohne Eiffelturm? Das anlässlich der gleichnamigen Ausstellung am Stadthaus Ulm erschienene Buch nähert sich dem Thema auf differenzierte Weise. Die Autoren beschäftigen sich in ihren Beiträgen mit aktuellen Tendenzen in unserer Freizeitgesellschaft sowie mit Vorläufern heutiger Freizeit- und Themenparks, die sich bis über das 18. Jahrhundert hinaus zurückverfolgen lassen.

Max Stemshorn (Hg.)

Dream City. Zur Zukunft der Stadträume

Beiträge von Max Stemshorn, Sabine Presuhn, Klaus Töpfer, Sebastian Redecke, Ulrich Schneider und Manfred Schmalriede (dt./engl.) Foto-Essay Claudio Hils

Hatje Cantz, Ostfildern 2001.

Was wäre Siena ohne den Campo oder Venedig ohne den Markusplatz? Frühere Städtebauer wussten um die Wirkung und Bedeutung des Freiraumes in der Stadt. Vergleichbare Plätze und öffentliche Räume finden sich in der Architektur des 20. Jahrhunderts nur selten. Zwar werden heute Innenstädte mit unvergleichlichem finanziellen Aufwand zur Shopping- und Freizeitkulisse geschönt, doch nur in wenigen Städten wird versucht, auch in den Rand- und Wohnbezirken qualitätvolle Stadträume wiederzugewinnen oder gar neu zu schaffen.

Dream City wirft Fragen auf:  Wie kam es zur Auflösung der traditionellen kompakten Stadtstruktur? Wohin entwickeln sich Stadtraum und Stadtbild heute? Kann man am Idealbild einer intakten europäischen Innenstadt angesichts chaotisch wachsender Agglomerationen in Asien, Südamerika und Afrika noch festhalten?

Schlaglichtartig zeichnet das im Rahmen der gleichnamigen Ausstellung im Stadthaus Ulm erschienene Buch die Entwicklung des öffentlichen Raums europäischer Städte nach und öffnet mit einem Foto-Essay von Claudio Hils aus São Paulo, Bangkok, Tokio, Los Angeles und Las Vegas den Blick auf außereuropäische Tendenzen und zukünftige Entwicklungen.

Das Buch erschien in Zusammenhang mit der gleichnamigen Ausstellung im Stadthaus Ulm.

Max Stemshorn und Klaus Jan Philipp (Hg.)

Die Farbe Weiß. Farbenrausch und Farbverzicht in der Architektur.

Beiträge von Richard Meier, Ursula Baus, Ralph Stern, Klaus Jan Philipp und Max Stemshorn

Gebr. Mann, Berlin 2003

Farbe begleitet die Architektur seit den ersten Anfängen. Bauten werden bunt geschmückt, bedacht auf ihre Umgebung farbig gefasst oder sind monochrome Solitäre, auf denen sich die  Farben der Umgebung abzeichnen. Immer ist Farbe mit im Spiel.

In der Moderne um 1920 wurde Farblosigkeit und Weiß vielfach mit Wahrheit, Sachlichkeit und Klarheit assoziiert, ähnlich wie 150 Jahre zuvor während der Aufklärung. Seit damals wird Farbe beziehungsweise Farblosigkeit in der Architektur programmatisch eingesetzt und seit damals stehen sich monochrome und polychrome Farbkonzepte in der Architektur gegenüber.

Das Buch bietet erstmals einen Überblick über Farbkonzepte der Architektur des ausgehenden 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart.

Max Stemshorn und Susanne Grötz (Hg.)

Vision Piranesi

Beiträge von Marcel Baumgartner, Susanne Grötz,

Corinna Höper, Ursula Quecke und Max Stemshorn

Wasmuth, Tübingen/Berlin 2002

Schon zu Lebzeiten erfuhren die virtuosen Radierungen von Giovanni Battista Piranesi große Resonanz. Neben den Darstellungen römischer Baudenkmäler erregten die 1743 und 1760/61 entstandenen Zyklen der Prima Parte, rätselhaften Carceri und Grotteschi insbesondere das Interesse von Künstlern und Dichtern. Generationen von Malern, Literaten, Bühnenbildnern und Architekten haben sich seither mit Piranesis visionären Arbeiten auseinandergesetzt.

Diese Piranesi-Rezeption erlebte seit den achtziger Jahren des zwanzigsten Jahrhundert bei Kunstschaffenden aller Sparten einen neuen Höhepunkt. Im Mittelpunkt standen dabei die Carceri. Die bei den düsteren Szenerien zu beobachtende Tendenz zur Auflösung des  architektonischen Raumes, das Aufbrechen der geschlossenen Form, die bewusst inszenierten Brüche im perspektivischen Gerüst bis hin zu den dadurch hervorgerufenen illusionistischen Momenten fanden auch in der Architekturavantgarde der achtziger und neunziger Jahre, beispielsweise in den Arbeiten von Daniel Libeskind, Coop Himmelb(l)au oder Hans Dieter Schaal ihren Niederschlag. Das visionäre Moment im Werk Piranesis beleuchtet das Buch aus verschiedenen Perspektiven.

Max Stemshorn

Mies und Schinkel. Das Vorbild Schinkels im Werk Mies van der Rohes.

Wasmuth, Tübingen/Berlin 2002

In seinen frühen Schaffensjahren wurde Mies van der Rohe wesentlich von einer intensiven Auseinandersetzung mit der Architektur Karl Friedrich Schinkels geprägt. In den zwanziger Jahren  entwarf er dann einige Projekte, die in ihrer radikalen, modernen Formensprache als Bruch mit seiner architektonischen Vergangenheit gedeutet wurden und ihm gleichzeitig einen Platz unter  den führenden Protagonisten des neuen Bauens sicherten. Dass sich Mies van der Rohe auch in den folgenden Jahren und Jahrzehnten mit der Architektur Karl Friedrich Schinkels  beschäftigte, belegen auch Inkunabeln der Moderne wie der Barcelona-Pavillon und Haus Tugendhat. Dies arbeitet der Autor schwerpunktmäßig anhand von Mies van der Rohes Landhausentwürfen des Frühwerks und der zwanziger Jahre heraus.

Max Stemshorn (Hg.)

Der Kunst-Garten. Gartenentwürfe von Joseph Furttenbach 1591-1667.

Beiträge von Susanne Grötz, Ursula Quecke und Max Stemshorn

Südd. Verlagsgesellschaft, Ulm 1999

Der 1591 geborene Joseph Furttenbach hielt sich ab 1608 über zehn Jahre in Mittel- und Oberitalien auf. Dort setzte er sich intensiv mit Architektur, Gartenkunst, Theater und Bühnentechnik auseinander und hatte Kontakte zu bekannten Künstlern und Gelehrten wie Galileo Galilei. Nach Deutschland zurückgekehrt trat Furttenbach 1621 in die Leitung eines Ulmer Handelshauses in und war später verantwortlich für das gesamte kommunale Baugeschehen in der damaligen freien Reichsstadt. In dieser Zeit veröffentlichte Furttenbach zahlreiche Idealentwürfe von Gebäuden, Gärten, Theatern und anderem.

Das Werk Furttenbachs ist bis heute fast nur Fachkreisen bekannt und in seiner Bedeutung für die Entwicklung der Bau- und Gartenkunst in Mitteleuropa weithin unterschätzt. Ziel des Anlässlich der gleichnamigen Ausstellung am Ulmer Stadthaus erschienenen Buches war es, seine Gartenentwürfe einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Untersucht wurde dabei auch, welche Quellen Furttenbach zu seinen Entwürfen angeregt hatten.

Das extrem schmale und aus dem 15. Jahrhundert stammende denkmalgeschützte Bürgerhaus wurde von uns nach über 10 Jahren Leerstand wieder zum Leben erweckt. Das Gebäude wies schwere statische Mängel im Keller und Erdgeschoss auf. Durch die notwendige Sicherung konnte das Erdgeschoss auf das Straßenniveau abgesenkt werden. Damit entstand ein großzügiger Erdgeschossraum als Laden. Die Obergeschosse werden über einen separaten Eingang erschlossen. Im ersten Obergeschoss findet sich eine kleine, durchdachte Wohnung. Im zweiten Obergeschoss und Dachgeschoss realisierten wir eine Maisonette-Wohnung, die mit einem großzügigen Dachraum mit anschließender Loggia eine besondere Qualität hat.

Anstelle von Baracken und Nebengebäuden der ehemaligen Kofferfabrik „Eckhart“ wurde eine neue Wohn- und Bürobebauung entwickelt. Die städtebauliche Konzeption sah die Ergänzung einer älteren Grenzbebauung im Hof vor sowie als Abschluss der vorhandenen Blockrandbebauung einen schlanken 7-geschossigen Wohnturm. Dadruch erhielt der Blockinnenbereich plötzlich eine visuelle und räumliche Verbindung zu den baumbestandenen Uferzonen der Blau. In unmittelbarer Nähe zum Bahnhof und direkt am Wasser der Blau ist eine elegante Wohnarchitektur entstanden, die in ihren Formen an der italienischen Moderne der 1930er Jahre anknüpft. Möglich wurde dies durch ein anspruchsvolles städtebauliches Verfahren verbunden mit einer Grundstücksneuordnung.

Aus baurechtlichen Gründen konnte an Stelle eines in den 1950er Jahren entstandenen Einfamilienhauses ein auf den ersten Blick nur bescheidener Neubau realisiert werden. Geschickt wurde jedoch die Hangsituation ausgenutzt und im Tiefgeschoss ein weiteres vollständiges Wohngeschoss realisiert, das sich zum Garten öffnet. Ein Eingangshof mit einer offenen Pfeilerhalle, das Entrée des Hauses, empfängt den Besucher auf dem Straßenniveau. Die Pfeilerhalle gewährt einen schönen Ausblick auf den tiefer liegenden Garten, der aufgrund des alten Baumbestands und des Schwimmteichs eine besondere Qualität hat.

Das aus dem 15. Jahrhundert stammende denkmalgeschützte Bürgerhaus unweit des Ulmer Münsters war durch aufsteigende Feuchtigkeit völlig durchnässt gewesen. Durch eine nachträgliche Unterkellerung wurde das Haus von unten her trocken gelegt. Im neu geordneten Erdgeschoss entstand ein Laden, in den über eine neue  Außenerschließung erschlossene Obergeschossen eine Maisonette-Wohnung. Geschickt gesetzte Wanddurchbrüche verleihen der Wohnung zu einer unerwarteten Großzügigkeit.

Die Bauleitung für die Sanierung und Erweiterung eines in die Jahre gekommenen Shopping-Centers in Ehingen – das war die Aufgabenstellung, die uns ein renommiertes Hamburger Architekturbüro übertragen hatte. Das Center wurde erweitert, und die Eingänge in das Center sowie die Einkaufs-Malls wurden neu organisiert und völlig umgestaltet. Rund 20.000 Quadratmeter Dachfläche mussten grundlegend saniert werden. Zuvor unbekannte statische Herausforderungen waren zu bewältigen. Nahezu die gesamte Haustechnik war zu erneuern und im Hinblick auf aktuelle Brandschutzanforderungen zu ertüchtigen. Und das Ganze im laufenden Verkaufsbetrieb. Eine Herkulesaufgabe, die teilweise nur in Nachtschichten umsetzbar war.  

Max Stemshorn

Entwicklung im Umfeld

In: Neue Mitte Ulm. Die Rückeroberung des Stadtraums in der Europäischen Stadt.

Herausgegeben von der Stadt Ulm

Klemm + Oelschläger, Ulm und Münster, 2012

Thomas Vogel und Max Stemshorn (Hg.)

„… zusammen wohnen?“ Siedlungskonzepte des 20. Jahrhunderts

Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Stadthaus Ulm

Süddeutsche Verlagsgesellschaft, Ulm 2007

Max Stemshorn (Hg.)

besser wohnen. Siedlungskonzepte im deutschen Südwesten.

Mit Beiträgen von Andreas Feldtkeller, Rüdiger Krisch, Christian Kuhlmann, Carmen Mundorff, Christoph Neis, Martina Schröder und Helen Wanke, Max Stemshorn, Thomas Vogel und Eberhard Wurst.

Wasmuth, Tübingen / Berlin 2007

Max Stemshorn

Baden ohne Architektur. Zur Verdrängung des Badens aus dem öffentlichen Raum.

In: BALNEA. Architekturgeschichte des Bades. Herausgegeben von Susanne Grötz und Ursula Quecke unter Mitarbeit von Erwin Herzberger und Max Stemshorn

Jonas Verlag, Marburg 2006

Die Publikation zur gleichnamigen Ausstellung veranschaulicht in besonderer Weise durch Architekturmodelle und historisches Material wichtige Stationen der Bäderarchitektur vom 17. bis zum frühen 20. Jahrhundert.

Das Badehaus dient seit frühester Zeit verschiedensten gesellschaftlichen und therapeutischen Anforderungen und spiegelt die hohen Repräsentationsansprüche fürstlicher Auftraggeber ebenso wider wie die Bestrebungen öffentlicher Institutionen zur Förderung der Hygiene seit Beginn der Industrialisierung.

Max Stemshorn

Suche nach Stadtraum. Planungskonzepte für den Ulmer Münsterplatz 1873-1945.

In: Münsterplatz. Ein europäischer Stadtraum im Wandel.

Beiträge von Kenneth Frampton, Max Stemshorn, Alexander Wetzig, Andrea Bräuning und Henning Petershagen

Süddeutsche Verlagsgesellschaft Ulm 2005

In den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts wurde der Stadtraum um das Ulmer Münster neu gestaltet. Damit wurde eine mehr als 100 Jahre dauernde Planungsgeschichte abgeschlossen. Die Neugestaltung des Münsterplatzes hat nicht erst beim Neubau des Stadthauses von Richard Meier die Gemüter erhitzt. Schon in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde die Frage, welche Platzgestalt dem mittelalterlichen Münster angemessen ist, europaweit kontrovers diskutiert. Das Buch zeichnet den aufschlussreichen Planungsprozess nach und beleuchtet dabei auch die historischen Parameter, die die Gestaltwerdung dieses Stadtraumes mitbestimmt haben. Die Autoren spannen dabei einen Bogen von den frühesten alemannischen Siedlungsspuren über das Leben und Treiben in dem mittelalterlichen Stadtraum bis hin zu den Planungen der Gegenwart.

Der Bebauungsplan „Am Weinberg“ schafft die planungsrechtliche Grundlage für die städtebauliche Weiterentwicklung der ehemaligen Bundeswehrkaserne „Hindenburg“ am Unteren Eselsberg. Der Abzug der militärischen Streitkräfte bietet große Chancen für die Ulmer Stadtentwicklung. Auf der rund 8,5 ha großen Militärkonversion soll in bester Wohnlage zwischen der Ulmer Wissenschaftsstadt und der Kernstadt ein neues Stadtquartier mit rund 900 Wohneinheiten für 2.000 Einwohner entstehen.

Als Grundlage für die städtebauliche Entwicklung der militärischen Konversionsfläche dient der Siegerentwurf des 2015 ausgelobten städtebaulichen Wettbewerbs von der Arbeitsgemeinschaft von Einsiedel Architekten, Stuttgart und Coqui Malachowska Coqui Landschaftsarchitekten, Berlin. Neben der urbanen Wohnbebauung mit vier bis fünf Vollgeschossen legt das städtebauliche Konzept großen Wert auf großzügige und begrünte Stadträume, die das neue Gebiet in die umgebenden Siedlungsbereiche ein- und anbinden. Die im Bau befindliche Straßenbahnlinie 2 verläuft östlich des Plangebietes entlang des Mähringer Wegs und gewährleistet eine optimale Anbindung des neuen Quartiers an den öffentlichen Personennahverkehr.

Auf Grund der bisherigen militärischen Nutzung war das Plangebiet planungsrechtlich nicht mittels eines Bebauungsplans gesichert. Im Rahmen der zivilen Umnutzung wurde es erforderlich, einen Bebauungsplan aufzustellen. Die Wiedernutzbarmachung der Militärkonversion stellt eine Maßnahme der Innenentwicklung dar. Der Bebauungsplan wurde deshalb gemäß § 13a BauGB als Bebauungsplan der Innenentwicklung im beschleunigten Verfahren aufgestellt.

Die Umnutzung der Flächen der ehemaligen Hindenburgkaserne zum urbanen Stadtquartier wird neben den Entwicklungen innerhalb des Plangebietes neue Impulse für die Weiterentwicklung des gesamten Siedlungsbereichs des Unteren Eselsbergs geben.

Alle Unterlagen des rechtskräftigen Bebauungsplans finden Sie unter: https://www.ulm.de/leben-in-ulm/bauen-und-wohnen/rund-ums-bauen/bebauungsplan/rechtsverbindliche-bebauungsplaene

Auf dem Areal der ehemaligen Hindenburgkaserne am Eselsberg entsteht das neue Stadtquartier „Am Weinberg“. Mit dem Abzug der militärischen Streitkräfte bot sich die große Chance auf der rund 8,5 ha großen Militärkonversion in bester Wohnlage zwischen der Ulmer Kernstadt und der Wissenschaftsstadt ein neues Stadtquartier für circa 2.000 Einwohner zu entwickeln.

Auf Grund der großen Bedeutung der privaten Freiräume für die Wohnqualität im neuen Stadtquartier ist es der Stadt Ulm ein besonderes Anliegen diese Flächen im Rahmen eines Gestaltungshandbuches in den Fokus zu rücken. Die privaten Freiräume im neuen Quartier stellen die privaten Grundstücksbereiche dar, die nicht überbaut werden dürfen. Die Bebauungsstruktur des neuen Quartiers „Am Weinberg“ in Form der Blockrandbebauung gliedert die privaten Freiräume in die Teilbereiche Vorgarten und Innenhof.

Das von uns in Zusammenarbeit mit der Landschaftsarchitektin Gabi Stich erarbeitete Gestaltungshandbuch dient als Hilfestellung für Planer, Bauherren, und Bauinteressierte. Es formuliert über die rechtsverbindlichen Festsetzungen des Bebauungsplans hinausgehende Empfehlungen zur Gestaltung der privaten Freiflächen und angrenzenden Fassaden der Baukörper. Mittels textlicher Erläuterungen und Referenzbeispielen wird dargestellt, welche gestalterische Erscheinung und ökologische Wertigkeit der privaten Freiflächen im neuen Quartier angestrebt wird.

Die Empfehlungen für die privaten Freiräume gliedern sich in folgende Teilbereiche: 1. die Vorgartenzone als halböffentlicher, straßenzugewandter Grundstücksteil; 2. die Bebauung samt ihren Fassaden zu den Vorgärten und Innenhöfen; 3. der Innenhof als gemeinschaftlichen, straßenabgewandten Grundstücksteil.

Neben der gestalterischen Qualität legt die Stadt Ulm im Quartier „Am Weinberg“ großen Wert auf die Steigerung der natürlichen, ökologischen Funktionen der privaten Freiräume im Sinne einer hohen biologischen Vielfalt. Das Gestaltungshandbuch zeigt daher auch Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität auf wie beispielsweise Begrünung von Wänden und Fassaden sowie Nisthilfen.

Das Vorhaben Walfischgasse 20 liegt im Sanierungsgebiet „Wengenviertel“ und ist Teil des Häuserblocks um das „Irrgängle“ herum. Das bestehende Wohn- und Geschäftshaus wurde 1960 erbaut und in den letzten Jahren nur geringfügig saniert. Aufgrund schlechter Bausubstanz, statischer Schwierigkeiten und unattraktiver Grundrisse ist das Gebäude nur bedingt erhaltenswert. Erschwert wird die Weiterentwicklung des Bestandsbaus zusätzlich durch die besondere stadträumliche Situation mit schmalem und tiefem Grundstück zwischen der Walfischgasse und dem Irrgängle.

Ziel des Vorhabens war es, auf dem Grundstück ein neues Wohn- und Geschäftshaus mit fünf Vollgeschossen zu errichten, wobei das oberste Vollgeschoss als Dachgeschoss in Erscheinung tritt. Hierdurch soll zusätzlicher, attraktiver Wohnraum geschaffen und durch ergänzende Gewerbeflächen die Einzelhandels- und Dienstleistungsnutzungen im Quartier gestärkt werden. Zudem verfolgt das Vorhaben das Ziel mittels der neuen Außenwirkung des Gebäudes einen Beitrag zur Aufwertung des Stadtbildes innerhalb des Wengenviertels zu leisten.

Der von uns geplante Baukörper wird giebelständig zur südlich angrenzenden Walfischgasse sowie zum nördlich anschließenden Irrgängle stehen und ich sich mit einheitlicher Firsthöhe über das gesamte Grundstück erstrecken. Somit bekommt der neue Baukörper zwei Vorderseiten. Hierdurch reagiert das Vorhaben auf die angestrebte Weiterentwicklung des Irrgängles zum Quartiersplatz.

Das angestrebte Vorhaben konnte mit den bestehenden Festsetzungen des bestehenden einfachen Bebauungsplans aus dem Jahr 1953 nicht realisiert werden. Zur planungsrechtlichen Sicherung des Vorhabens wurde deshalb von uns ein vorhabenbezogener Bebauungsplan im Sinne von § 12 Abs. 2 BauGB erstellt. Das Bebauungsplanverfahren wurde gemäß § 13a BauGB als Bebauungsplan der Innenentwicklung durchgeführt.

Im Zusammenhang mit dem Bebauungsplan wurde von uns eine Beschattungsstudie erstellt, die die durch den neuen Baukörper zu erwartende zusätzliche Verschattung der umliegenden Gebäude prognostiziert.

Alle Unterlagen des rechtskräftigen Bebauungsplans finden Sie unter: https://www.ulm.de/leben-in-ulm/bauen-und-wohnen/rund-ums-bauen/bebauungsplan/rechtsverbindliche-bebauungsplaene

Die „Untere Halde“ liegt exponiert am östlichen Siedlungsrand der Stadt Erbach in unmittelbarer Nähe zur Bundesstraße B 311 und den dahinterliegenden Gleisanlagen. Gegenwärtig ist das Plangebiet geprägt durch ungenutzte und baulich heruntergekommene Gewerbebauten an der Stichstraße „Untere Halde“ sowie östlich angrenzende Wiesen und Felder. Die Fläche ist mittels eigener Zufahrt in den angrenzenden Kreisverkehr an die Bundesstraße und das umliegende Straßennetz angebunden.

Die derzeitige Nutzung und das aktuelle Erscheinungsbild des Plangebietes wird der besonderen stadträumlichen Situation als Eingang der Stadt Erbach nicht gerecht und stellt ein enormes Flächenpotential für die lokale Wohnraumentwicklung dar. Unser Planungsziel ist es daher trotz der unmittelbaren Nähe zu den Verkehrsanlagen ein attraktives Wohnquartier zu realisieren sowie eine neue städtebauliche Eingangssituation für die Stadt Erbach zu entwickeln.

Das städtebauliche Konzept legt neben einer lärmschutzoptimierten Wohnbebauung entlang der Bundesstraße in Form von Mehrfamilienhäusern sowie dahinterliegenden lärmgeschützten Einfamilienhäusern großen Wert auf eine großzügige Eingrünung des neuen Quartiers.

Die Mehrfamilienhäuser sind mit drei Vollgeschossen, einem Staffelgeschoss und Flachdächern geplant. Zwischen den 7 Mehrfamilienhäusern sind gläserne Lärmschutzelemente vorgesehen, die dafür Sorge tragen, dass trotz der Verlärmung der südlich verlaufenden Bundesstraße und der dahinterliegenden Gleisanlagen eine Wohnnutzung möglich ist. Unter den Mehrfamilienhäusern sind zwei Tiefgaragen vorgesehen. Die privaten Freiräume der Mehrfamilienhäuser konzentrieren sich vor allem auf die lärmgeschützten Wohnhöfe zwischen den Mehrfamilienhäusern hinter den Lärmschutzelementen.

Die Einfamilienhäuser sind mit zwei Vollgeschossen sowie Satteldächern geplant. Zwischen den Gebäuden sind Doppelgaragen vorgesehen, die die hinter den Garagen liegenden Gartenflächen zusätzlich vor der Verlärmung schützen sollen.

Die Wirkung des beschriebenen Lärmschutzkonzeptes wurde überschlägig geprüft und als wirksam bewertet. Die Begutachtung  zeigt zudem auf, dass die Lärmschutzmaßnahmen über das Plangebiet hinaus positive Wirkung auf den umgebenden Siedlungsbestand haben wird.

Entsprechend der besonderen stadträumlichen und landschaftlichen Lage des Plangebietes legt das städtebauliche Konzept großen Wert auf eine großflächige Eingrünung des neuen Quartiers. So ist unter anderem die Fortführung der bereits bestehenden Baumreihe sowie eine attraktive Freiflächengestaltung und Geländemodellierung entlang der Bundesstraße geplant.

Aufbauend auf dem von uns ausgearbeiteten städtebaulichen Entwurf sind wir derzeit dabei einen Bebauungsplan für das Plangebiet zu erstellen und, in Abstimmung mit dem Vorhabenträger und der Stadt Erbach, das Projekt zu steuern.

Die städtebauliche Entwicklung des unteren Eselsbergs entlang des Mähringer Wegs bietet großes Potential zur Schaffung neuer integrierter Wohnbauflächen und zur Stärkung des gesamten Eselsbergs als attraktiver Wohnstandort. Auf Grund der räumlichen Lage und verkehrlichen Anbindung des Gebietes zwischen Innenstadt und Wissenschaftsstadt ist dieser, bisher größtenteils als Kleingartensiedlung  genutzte Bereich prädestiniert für die Entwicklung eines neuen, attraktiven Wohnquartiers.

Die Lage im Ost-Hang mit Sicht auf die Ulmer Innenstadt bietet attraktive Rahmenbedingungen und Blickbeziehungen für die zukünftige Bebauung. Sie stellt jedoch auch eine große Herausforderung für die Erschließung des Gebietes dar. Im Rahmen mehrerer Testentwürfe mit unterschiedlichen Erschließungs- und Bebauungsstrukturen haben wir die städtebaulichen Entwicklungsmöglichkeiten auf dem Areal erprobt.

Der favorisierte Testentwurf gliedert das Untersuchungsgebiet auf Grund der stadträumlichen und topographischen Rahmenbedingungen in drei Nutzungsbereiche: Der westliche Teil des Gebietes in unmittelbarer Nähe zur neuen Straßenbahnhaltestelle ist als Quartierszentrum und Schulstandort geplant. Im mittleren Teil des Gebietes ist ein urbanes Wohnquartier mit Geschosswohnungsbauten in geöffneter Blockrandstruktur vorgesehen. Der östliche Teil soll als aufgelockertes Wohnquartier mit Punkt- und verdichteten Einfamilienhäusern entwickelt werden.

Der städtebauliche Entwurf war Grundlage für den Beschluss des Ulmer Gemeinderates, die Neustrukturierung des Unteren Eselsbergs entlang des Mähringer Weges weiter voranzutreiben (siehe https://buergerinfo.ulm.de/to0050.php?__ktonr=20401).

Auf einem kleinen Grundstück im Ulmer Sanierungsgebiet „Dichterviertel“ westlich des Hauptbahnhofs wurde ein sechsgeschossiges Wohn- und Geschäftshaus mit Tiefgarage entwickelt. Dieses setzt einen neuen Maßstab für die bauliche Entwicklung des umliegenden Innenstadtquartiers.

Fenster und Wandpfeiler sind zu kraftvollen Fassadenbändern zusammengefasst, die aus der seriellen Addition heraus über das spitze Gebäudeeck eine Motivik entwickeln, die entfernt an gründerzeitliche Erkerarchitektur erinnert. Das Erdgeschoss des Neubaus beherbergt eine gastronomische Nutzung. In den darüber liegenden Geschossen befinden sich neun Wohneinheiten mit jeweils drei Zimmern.

Das Grundstück an der Bleichstraße war ehemals mit einem eingeschossigen und gewerblich genutzten Gebäude überbaut. Der neuentstandene Baukörper greift die umgebende Kubatur auf, reiht sich in die Straßenflucht ein und komplettiert den angrenzenden Blockrand.

Baurechtlich ermöglicht wurde das Bauwerk durch einen von uns ausgearbeiteten vorhabenbezogenen Bebauungsplan, der auf die Architektur dieses Gebäudes zugeschnitten war.

Philipp Kopp wird 1982 in Freudenstadt im Schwarzwald geboren. Ab 1988 wächst er in seiner neuen Heimatstadt Ulm auf. Von 2004 bis 2009 studiert er Stadtplanung an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen und schließt mit einem Diplom ab. Direkt anschließend folgt ein Masterstudium der Stadtplanung an der Hochschule für Gestaltung in Stuttgart. 2011 schließt er parallel ein berufsbegleitendes Studium der Wirtschaftsförderung an der Verwaltungsakademie in Freiburg ab. Im Anschluss sammelt er als Stadtplaner Berufserfahrung im Büro Fahle Stadtplaner Partnerschaft in Freiburg. Von 2013 bis 2015 ist er Projektleiter für städtebauliche Projekte bei der Ulmer Sanierungstreuhand GmbH und befasst sich dort unter anderem hauptverantwortlich mit der städtebaulichen Neuordnung der Ulmer Sanierungsgebiete „Dichterviertel“ und „Wengenviertel“. Im Jahr darauf erhält er ein Promotionsstipendium an der Chinese University in Hong Kong und arbeitet dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter mit Lehrtätigkeit. Sein Promotionsvorhaben läuft mittlerweile an der technischen Universität in Kaiserlautern und setzt sich mit informellen Regelwerken der Stadtraumentwicklungsplanung auseinander. Weiterhin erhält Philipp Kopp 2016 einen Lehrauftrag an der Hochschule für Technik in Stuttgart. Bis 2018 arbeitet er als angestellter Stadtplaner im Büro Stemshorn Architekten GmbH um dann anschließend als freier Stadtplaner gemeinsam mit Max Stemshorn das Büro Stemshorn Kopp Architekten und Stadtplaner PartGmbB zu gründen. Stadtplanung stellt für Ihn die Zusammenführung der wissenschaftlichen Theorie mit der rechtlichen Planungspraxis dar, gepaart mit seinen eigenen Erfahrungen und Vorstellungen. Seit 2018 setzt er sich als stellvertretender Vorsitzender der Kammergruppe Ulm / Alb-Donau-Kreis bei der Architektenkammer Baden-Württemberg für die lokale Baukultur ein. In seiner Freizeit folgt er seiner Berufung und erkundet Städte und Landschaften rund um den Globus.

Max Stemshorn wird 1964 in Karlsruhe geboren. Ab 1983 studiert er Architektur und Stadtplanung an der Universität Stuttgart. Daraufhin gründet er sein erstes Architekturbüro in Ulm und arbeitet bis 1994 als Assistent von Prof. Günther Feuerstein an der Kunstuniversität in Linz, Österreich. 1995 wird er persönlicher Referent des Bau- und Umweltbürgermeisters der Stadt Ulm und sammelt dort Erfahrung in Stadtplanung und Politik. 2001 folgt seine Promotion unter dem Thema „Das Vorbild Schinkels im Werk Mies van der Rohes“, und er gründet die Stemshorn Architekten GmbH. Außerdem ist er ebenfalls seit 2001 mit einer Lehrtätigkeit an der Hochschule Biberach bedacht. 2007 wird Max Stemshorn in den Bund Deutscher Architekten (BDA) berufen. 2011 folgt die Berufung in die deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL). Nebenbei arbeitet er von 1998 bis 2011 als  Ausstellungskurator am Stadthaus Ulm. Gemeinsam mit Philipp Kopp gründet er 2018 die Stemshorn Kopp Architekten und Stadtplaner PartGmbB. Neben seiner beruflichen Tätigkeit spielt Max Stemshorn als Oboist in einem Sinfonieorchester.

Sören Schwindt ist neben Entwurfstätigkeiten hauptsächlich für die Realisierung und Ausführung der Bauaufgaben zuständig. Sein Studium schloss er sowohl im Bachelor als auch Master an der Hochschule Biberach ab. Während dieser Zeit sammelte er Praxiserfahrung im Handwerk auf der Baustelle als auch im Büroalltag in Berlin. Vor seinem Architekturstudium stand eine Ausbildung und Arbeitstätigkeit als technischer Produkt-Designer. In seiner Freizeit pflegt er ein reges Interesse an motorisierten Gefährten, bevorzugt an Old- und Youngtimer und erweitert sein Wissen und Können rund um Kaffee, wovon von Zeit zu Zeit das ganze Büro zehrt.

Monika Kronfeld deckt das ganze Spektrum unseres Tätigkeitsfelds ab. Es gibt nur selten ein Projekt, an dem sie nicht mitbeteiligt ist. Ihre Ausbildung begann an der Hochschule Rosenheim mit einem Innenarchitekturstudium. Nach einigen Semester sattelte sie dann um und begann eine Ausbildung zur Bauzeichnerin in Ulm, wo sie in mehreren Büros tätig war. Ausgleich zum Büroalltag findet sie vor allem an der frischen Luft mit Tennisschläger oder Laufschuhen. Gerne dann auch mit Hund Pepe, den übrigens alle Mitarbeiter als Bürohund schätzen. Oder man findet sie regelmäßig am Ulmer Theater als brave Abonnentin und Kulturinteressierte.

Antonia Schulz ist unser Nordlicht im Büro und ist bei uns hauptsächlich für die Ausführungsplanung und Realisierung unserer Neubauprojekte zuständig. Ihr Bachelor- und Masterstudium hat sie an der RWTH-Aachen absolviert. Dabei hat sie als studentische Hilfskraft am Institut für Wohnbau und Grundlagen des Entwerfens gearbeitet. Weiterhin hat sie bereits Arbeitsstationen in Hamburg, Aachen und Zürich hinter sich. Ihre große Lust zu reisen kam wohl aus ihrem ursprünglichen Berufswunsch: Kapitänin. Zu unserem Glück hat sie sich nach einem Praktikum auf See dagegen entschieden. Heute reist sie daher am liebsten mit Fahrrad und Zelt.

Johannes Sessing, langjähriger Mitarbeiter, ist überwiegend in den frühen Projektphasen aktiv. Er hat sowohl Architektur als auch Bauingenieurwesen an der Hochschule Biberach studiert und arbeitet, über seine Tätigkeit für unser Büro hinaus, als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Holzbau der Hochschule Biberach. Seit 2014 engagiert er sich ehrenamtlich im Beirat der Architekten-Kammergruppe Ulm Alb Donau.

Julian Kuhnle ist derzeit unser jüngster Mitarbeiter und arbeitet hauptsächlich an unseren Projekten im Bestand und Denkmalschutz. Sowohl sein Bachelor- als auch sein Masterstudium schloss er an der Hochschule Biberach ab. In der Zeit seines Bachelorstudium arbeitete er in diversen Architekturbüros in Blaubeuren und Stuttgart. Neben der Architektur ist er leidenschaftlicher Musiker und dabei Vorsitzender des Musikverein Stadtkapelle Blaubeuren. Weiter begleitet er das Amt des ersten Vorsitzenden des Fördervereins des Joachim-Hahn-Gymnasiums in Blaubeuren.

Ein Haus in einer eher traditionellen italienisch anmutenden Formensprache – das war der Wunsch der Grundstückseigentümer. Die Wohnräume befinden sich in dem zweigeschossigen Hauptgebäude, die angegliederten Büroräume liegen in einem eingeschossigen Anbau, der das Hauptgebäude umgreift und in einer offenen Vorhalle mündet. Entstanden ist eine elegante Villa, die in Ihren Fassaden und Kolonnaden an repräsentative Wohnbauten der Vormoderne um 1910 erinnert.

Schulerweiterung, Mensa und Jugendhaus. Und das alles nicht nur in einem Gebäude, sondern konzeptionell miteinander verflochten. Das war die Aufgabe bei diesem Modellprojekt für Erziehung, Bildung und Betreuung. Unsere Antwort darauf war eine freie Komposition von in den Grünraum ausgreifenden Wandscheiben. Entstanden sind Räume mit überraschenden Aus- und Einblicken. Eine offene Architektur: Offen für die unterschiedlichsten Aktivitäten. Offen auch für Nutzungen, die wir erst morgen kennen werden. Und offen für Kinder und Jugendliche aus dem Stadtviertel, die Anschluss suchen, sich treffen wollen, oder gerne an Jugendprojekten mitmachen. Die räumliche Konzeption bis hin zur Farbgestaltung erfolgte unter Einbeziehung der Jugendlichen.

Im Zuge der Elektrosanierung des Münsters zu Ulm wurden die bestehenden Werktagseingänge der Westfassade neu gestaltet. In der nördlichen Vorhalle der Kirche wurden Teile eines neogotischen Windfangs zu einem freistehenden Eingangspavillon mit seitlichen Glaserweiterungen umgestaltet.
Von hier aus erfolgt jetzt der Turmaufstieg.
Der bisherige ebenfalls neogotische Eingang in der südlichen Vorhalle wurde zu einem kirchlichen Laden umgestaltet.

Abschnitt 2009
2009 haben wir im Auftrag der Stadt Ulm eine Bewerbung für eine Landesgartenschau rund um die Ulmer Wilhelmsburg ausgearbeitet. Ziel der Bewerbung war es mittels einer Landesgartenschau die Flächen der Wilhelmsburg und die unmittelbar angrenzenden Grünräume neu zu ordnen, zu erschließen und aufzuwerten.

Das Konzept sah vor, die Wall- und Glacisanlagen um die Wilhelmsburg zu hochwertigen Grünflächen zu entwickeln und diese an die entlang der früheren Festungsmauer verlaufenden Flächen des Glacisparks sowie die westlich und östlich an die Wilhelmsburg angrenzenden Landschaftsräume anzubinden. Zudem sollte die Wilhelmsburg neu erschlossen und einer ihrer topographischen und architektonischen Bedeutung angemessenen Nutzung zugeführt werden.

Link zum Beschluss (GD 173/09)
http://www.buergerinfo.ulm.de/vo0050.php?__kvonr=808&voselect=3783

Abschnitt 2014
Da die Bewerbung für eine Landesgartenschau nicht erfolgreich war, haben wir 2014 für die Stadt Ulm ein zweites Konzept „Wilhelmsburg – die Stadt in der Festung“ ausgearbeitet. Dieses Konzept war Teil des erfolgreichen Antrags der Stadt Ulm zum Bundesprogramm zur Förderung von „Nationalen Projekten des Städtebaus“.

Das Konzept führt die Entwicklungsvision für die Wilhelmsburg fort, wobei der Fokus auf die gebauten, bisher ungenutzten Nutzungspotenziale der Wilhelmsburg gerückt wird.

Ziel des Konzeptes ist es die Wilhelmsburg als Ulmer Schnittstelle zwischen Kultur, Kreativwirtschaft sowie Forschung und Entwicklung zu etablieren. Entscheidend hierfür ist die Herstellung einer leistungsfähigen verkehrlichen und haustechnischen Erschließung. Die Verknüpfung der Grünräume rund um die Wilhelmsburg mit den angrenzenden Landschaftsräumen birgt ungeahnte städtebauliche und ökologische Potenziale.

Link zum Beschluss (GD 361/14)
http://buergerinfo.ulm.de/vo0050.php?__kvonr=3552&voselect=6806


Das von uns erarbeitete städtebauliche Entwicklungskonzept für den Einsinger Ortskern setzt sich mit der ortsbildgerechten Weiterentwicklung der zahlreichen landwirtschaftlichen Hofstellen und deren Grundstücken auseinander. Die Gebäude sind größtenteils in einem sanierungsbedürftigen Zustand, untergenutzt oder leerstehend.

Ziel unseres Konzeptes ist es durch eine Aufwertung des öffentlichen Raums und durch eine höhere bauliche Dichte in Kombination mit neuen Wohnflächen und ergänzenden Nutzungen wieder mehr Bewohner, mehr Besucher und durch deren Begegnung mehr Leben in den Ortskern zu bringen. Es gilt den Ortskern aus sich heraus weiter zu entwickeln und wieder stärker in die gesamte Ortschaft mit einzubinden. Bei allen angestrebten Entwicklungen und geplanten Maßnahmen wurde besonders darauf Acht gegeben, dass die ursprüngliche Struktur und die ortsbildprägende Bebauung erhalten und weiterentwickelt werden.

Im Rahmen der Ausarbeitung des Ortkernentwicklungskonzeptes wurde ein Bürgerdialog mit den Bewohnern Einsingens durchgeführt und die äußerst konstruktiven Ergebnisse anschließend in das Entwicklungskonzept mit eingearbeitet.

Das Vorhaben Wengengasse 21-25 wurde im Sanierungsgebiet „Wengenviertel“ in der nordwestlichen Ulmer Innenstadt von einem externen Architekturbüro geplant und umgesetzt.

Die Erweiterung und Aufstockung der beiden benachbarten Gebäudeteile war mit dem bestehenden Baurecht nicht mehr vereinbar. Aus diesem Grund haben wir zur planungsrechtlichen Sicherung des Projektes den notwendigen Vorhabenbezogenen Bebauungsplan ausgearbeitet und während des Aufstellungsverfahrens begleitet.

Alle Unterlagen des rechtskräftigen Bebauungsplans finden Sie unter: https://www.ulm.de/leben-in-ulm/bauen-und-wohnen/rund-ums-bauen/bebauungsplan/rechtsverbindliche-bebauungsplaene

Das Vorhaben befindet sich im Sanierungsgebiet „Dichterviertel“ und stellt einen der ersten hochbaulichen Bausteine zur städtebaulichen Erneuerung des südlich der Bleichstraße liegenden Teilgebietes dar.

Aufgabe war es das beinahe vollständig überbaute Grundstück neu zu ordnen und der zentralen Lage angemessen zu entwickeln. Hierfür wurde die ein- bis zweigeschossige gewerblich genutzte Nachkriegsbebauung abgerissen, das bestehende Grundstück durch eine Grundstücksarrondierung erweitert und ein vier- bis sieben-geschossiges Wohn- und Geschäftshaus entwickelt.

Der Neubau grenzt unmittelbar an das östliche Nachbargebäude an und schließt die durch Kriegszerstörung entstandene Lücke des umgebenden Blockrands. Gleichzeitig setzt der sieben-geschossige Baukörper durch sein Vorspringen in den Straßenraum und durch seine die Bestandsbebauung überragende Gebäudehöhe einen neuen städtebaulichen Akzent im südlichen Dichterviertel.

Neben der Entwicklung des Wohn- und Geschäftshauses stand die Neuordnung und Umgestaltung des Grundstücks im Vordergrund. Ziel war es die Erschließungssituation des Gesamtblockes zu verbessern, eine neue Fußwegeverbindung durch den Blockinnenbereich zu schaffen und den unbebauten Bereich des Grundstücks als attraktiven Stadtraum zu gestalten und teilweise zu begrünen.

Auf Grund der von der neuen Kubatur und höheren Anzahl an Geschossen war für das Neubauvorhaben ein vorhabenbezogener Bebauungsplan notwendig, der von uns ausgearbeitet und während des Aufstellungsverfahrens begleitet wurde.

Mittlerweile ist die Gartenstraße 20 die neue Heimat unseres Büros.

Gestern noch ein heruntergekommenes Wohnquartier, morgen die neue Ulmer Innenstadt: Auf einem kleinen Grundstück im Sanierungsgebiet westlich des Ulmer Hauptbahnhofs wurde ein sechsgeschossiger Wohnungsbau mit Tiefgarage entwickelt, der einen Maßstab für dieses Innenstadtquartier setzt.  Fenster und Wandpfeiler sind zu kraftvollen Fassadenbändern zusammengefasst, die aus der seriellen Addition heraus über das spitze Gebäudeeck eine Motivik entwickeln, die entfernt an gründerzeitliche Erkerarchitektur erinnert. Baurechtlich ermöglicht wurde das Bauwerk durch von uns entwickeltes Bebauungsplanverfahren, das auf die Architektur dieses Gebäudes zugeschnitten war.

Ein unmittelbar am Hauptbahnhof gelegenes Gewerbeareal wurde von uns städtebaulich entwickelt und als Sanierungsgebiet ausgewiesen. Ein im Blockinneren vorhandener Ziegelbau von 1897 wurde von uns gezielt erhalten, um dem neuen Quartier eine besondere Atmosphäre zu verleihen. In dem Gebäude entstanden loftartige Nutzungseinheiten, die als Wohnung oder gewerblich genutzt werden. In der Blockrandbebauung, die von einem anderen Investor errichtet wurde, entstanden Büroflächen sowie ein Hotel.

Im 19.Jh. wurde in Ulm das spätgotische Neutor, das den Zugang zur Altstadt markierte, abgerissen. Dieser wichtige Altstadtzugang war bis in die Gegenwart städtebaulich nicht mehr klar definiert. Im Rahmen eines Wettbewerbsverfahrens wurde unser Entwurf der weiteren Planung zugrunde gelegt. In Anlehnung an die gewaltige Baumasse des historischen Tortums hatten wir einen turmartigen Baukörper entwickelt. Die Fassaden bestehen aus mit Naturstein verkleideten Pfeilerreihen, zwischen denen Glaselemente eingefügt sind.

Die aus dem 17. Jahrhundert stammenden Häuser der Ulmer Stadtsoldaten auf der Stadtmauer am Henkersgraben wurden nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg teilweise in den Formen der 1950er Jahre wieder aufgebaut. Einige Grundstücke, darunter das Baugrundstück, waren so schmal, dass sie nicht wieder bebaut wurden.

Für den nur vier Meter breiten Geländestreifen wurde ein 22 Meter langes Wohnhaus konzipiert. Der schlanke Kubus orientiert sich in seiner Höhe an einem angrenzenden historischen Torbogen. Über dem durch vertikale Schlitze belichteten anthrazitgrauen Riegel schwebt, abgelöst durch ein Glasband, das von der Denkmalpflege geforderte Giebeldach.

Der Dachraum, der einen allseits verglasten Wohn-Essraum birgt, öffnet sich auf eine uneinsehbare Dachterrasse. Die Schlafräume liegen im Geschoss darunter und öffnen sich über eine Galerie zu der fast vier Meter hohen Eingangshalle.

Die historische Sakristei des Ulmer Münsters wurde im ausgehenden 19. Jahrhundert in eine Kapelle umgewandelt. Nach verschiedenen Provisorien konnte erst 2006 wieder eine Sakristei eingerichtet werden. Eine ehemalige, direkt an den Kirchenraum angrenzende Trafostation am Nordostportal der Kirche wurde hierzu umgenutzt. Von dem fünfschiffigen Kirchenraum gelangt man zunächst in einen zwischen den Strebepfeilern gelegenen Vorraum, von dem aus ein nur internen Zwecken dienendes Behinderten-WC erschlossen ist. Das mittelalterliche Außenmauerwerk des Kirchenbaus wurde hier sichtbar belassen. Daran anschließend und nur durch ein Schrankelement vom Vorraum abgetrennt ist der eigentliche Sakristeiraum, der vor allem für die Seelsorge genutzt wird. Eine großzügige Verglasung schafft hier Verbindung zum öffentlichen Raum. Ein partiell auf das Glas aufgedruckter Text sowie ein vorgelagerter Vorhang aus Holzlamellen sorgen gleichzeitig Intimität. Das Öffnen und gleichzeitige Verhüllen des Fensterelements verweist auf diaphane Raumschichtungen der Gotik. Eine Dachverglasung rückt den über dem Strebewerk aufsteigenden Hauptturm mit seinem charakteristischen Schleierwerk dramatisch in Szene.

Auf kleinstem Grund entstand im Hof eines im letzten Krieg zerstörten Patrizierhauses ein kleiner hölzerner Neubau. Die zweigeschossige elegante Loggia erinnert an die hölzernen Laubengänge alter Ulmer Bürgerhäuser. Und sie greift in ihrer Raumtiefe Prinzipien diaphaner Wandschichtung auf, wie sie auch das in unmittelbarer Nachbarschaft aufragende spätgotische Ulmer Münster kennzeichnet. Noch erhaltene Reste einer kleinen Orangerie nebenan wurden saniert und werden jetzt als kleines Tagescafé genutzt.

Der denkmalgeschützte Quertrakt der ehem. Dreifaltigkeitskirche, Ulm, wurde in der 1. Hälfte des 17.Jh. auf Überresten eines Dominikanerklosters erbaut. 1641 richtete Joseph Furttenbach im Obergeschoss nach oberitalienischen Vorbildern das erste deutsche Stadttheater ein. Der Bau wurde später völlig verändert. Nach der behutsamen Sanierung ist der ehemalige Theatersaal in seiner Dimension wieder spürbar und dient mit weiteren Räumen der evangelischen Kirche als Familienzentrum mit Kindergarten und Kindertagesstätte. Ein neuer Baum bestandener Platz, der die Motivik des Kreuzgangs des ehemaligen Klosters aufgreift, bildet das Entrée zu dem kirchlichen Haus der Begegnung. 

Ursprünglich stand das Gebäudeensemble zum Abbruch. Bei der Kartierung der Baudenkmale im Sanierungsgebiet „Auf dem Kreuz“ um 1980 war es nicht als Kulturdenkmal eingetragen worden. Ein Blick auf den Grundriss des Gebäudeensembles machte uns klar, dass wir es hier mit im Kern mittelalterlichen Gebäuden zu tun haben. Um die Finanzierung der Restaurierung zu ermöglichen, betrieben wir erfolgreich die Eintragung als Kulturdenkmal und organisierten Interessenten für das Projekt, die sich der alten Bausubstanz annahmen.

Die Restaurierungsarbeiten bestätigten unsere Vermutung. Das große Eckgebäude geht im Kern auf das Jahr 1385 zurück und wurde wie das etwas später angebaute Haus Nr. 26 sowie das pittoreske, um 1900 errichtete Staffelgiebelgebäude Nr. 28 behutsam wieder her gestellt. Entstanden ist ein besonderer Ort, der Geschichte atmet und gleichzeitig eine bemerkenswerte Wohnqualität aufweist.

Älter als das Ulmer Münster ist die ehemalige Dreikönigskirche aus dem Jahr 1352. Um 1600 wurde die ehemalige Grablege der bedeutenden Ulmer Familie von Krafft in Formen der Spätrenaissance prachtvoll umgestaltet, um 1800 dann säkularisiert, und als Wohngebäude und Kaffeehaus genutzt. Nach Umbau und Sanierung dieses bedeutenden Kulturdenkmals ist die ehemals kirchliche Nutzung wieder spürbar. Der Chorturm und Reste des Hauptturms sind wieder sichtbar, der Chorraum mit freigelegten Resten von gotischen Maßwerkfensternwieder räumlich erfahrbar. Im Zuge der Sanierung wurde deutlich, dass ein großer Teil des Baus zu einer bisher unbekannten vor 1169 erbauten romanischen Kapelle gehört. Damit ist das Gebäude Frauenstraße 30 wohl das älteste Gebäude der Stadt Ulm.

Das in München-Allach gelegene Kessel- und Maschinenhaus der ehemaligen Diamalt-Werke wurde umfassend saniert und umgebaut.

Der 1915 erbaute denkmalgeschützte Bau bietet heute Raum für Wohn- und Gewerbeflächen. Trotz erheblicher Eingriffe blieb der besondere Charme des charakteristischen Industriedenkmals erhalten.

Förderbänder, Kohleschütten, industrielle Stahlkonstruktionen sowie der zentrale Schornstein setzen überzeugende visuelle Akzente in den Räumen.